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  Deutschlandfunk, 03.10.2021   KALBE SETZT AUF KUNST - den demografischen Wandel gestalten Von Judith Geffert. Der Kreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt ist eine der am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands und besonders vom demografischen Wandel betroffen. Das Projekt „Künstlerstadt Kalbe“ setzt etwas dagegen. Kunst gegen Leerstand – kann das funktionieren?   Vor acht Jahren hat Corinna Köbele das Projekt in der 2.500 Einwohner zählenden Kleinstadt Kalbe (Milde) gegründet. Sie wurde inspiriert von der Hauswächter-Bewegung, von Menschen, die kostenfrei in Immobilien wohnen, um diese vor Vandalismus und Verfall zu schützen, und von Joseph Beuys‘ Gedanken der „Sozialen Skulptur“. Mithilfe von etwa 20 Freiwilligen und ein paar Festangestellten wurden Arbeitsplätze geschaffen, leerstehende Häuser wiederbelebt und die Begegnung der Bevölkerung vor Ort mit den künstlerischen Gästen und Zuzüglern aus aller Welt angeregt. Ganz nebenbei werden hier aber auch täglic...
  Deutschlandfunk, 29.08.2021   UND ES BEWEGT SICH DOCH - der Traum vom Perpetuum mobile lebt Ein Feature von Lorenz Schröter. Die Idee von der ewig laufenden Maschine begeistert die Menschen seit über 1.000 Jahren. Bis heute tüfteln Erfinder an solchen Apparaten. Damit wäre die menschliche Mühsal aufgehoben – das Perpetuum Mobile scheint die perfekte Utopie. Auch heute noch.   Perpetuum Mobile mit Kugeln (Victoria    and Albert Museum, London,   Codex Forster II, fol. 91v; Lizenz )  Das Perpetuum Mobile ist so etwas wie ein Protest gegen die mechanische Physik und die Hauptsätze der Thermodynamik. Jedes Jahr werden neue Patente eingereicht und beim Patentamt geprüft, für Apparate, die ein Schlupfloch in der Physik nutzen wollen. So wie Leonardo da Vinci oder der fantastische Dichter Paul Scheerbart, die Maschinen erfanden, die keine Energie verbrauchen sollen. Oder Lukas, der Lokomotivführer, der seine Lok Emma mit Magneten zum Fliegen bringt...
  WDR 3, 26. - 29. 04. 2021   GOTT IST NICHT SCHÜCHTERN vierteilige Hörspielserie zum Syrischen Frühling von Olga Grjasnowa Regie: Sophie Garke. Syrien, im Frühjahr 2011: Proteste und die Forderung nach mehr Freiheiten werden lauter im Land. Auch Amal und Hammoudi setzen große Erwartungen in die aufkeimenden Veränderungsprozesse. Damaskus, 2008 Beide stammen aus der priviligierteren Mittelschicht des Landes. Amal ist Schauspielerin, steht am Anfang ihrer Karriere und Hammoudi ein junger Arzt, der gerade sein Studium in Paris abgeschlossen hat und nach kurzem Besuch in Syrien dorthin zurück kehren will. Seine Freundin und ein lang ersehntes Leben warten auf ihn. Doch als die Proteste gewaltsam unterdrückt werden und sich zu einem Krieg entwickeln, verstricken sich beide immer tiefer in die Konflikte. Und so stehen auch sie irgendwann vor der Entscheidung, ob sie das Land verlassen und sich in den Flüchtlingsstrom einreihen müssen.         Es spr...
Deutschlandfunk, 14.03.2021 LOVED AND LOST - Tod und Trauer in der Popmusik bei Nick Cave und anderen Ein Feature von Manuel Gogos. Der Verlust eines Menschen schmerzt. Egal auf welche Weise man diesen Menschen verliert, ob durch einen tödlichen Unfall oder ein Liebes-Aus – der Schmerz kommt. Für Künstlerinnen und Künstler sind tiefe Gefühle oftmals ein Katalysator – auch in der Popmusik.      Foto: ©BRITTA Der Sohn des Sängers Nick Cave starb durch einen Sturz. Im Sommer 2015 fiel der 15-jährige Arthur in der Nähe des englischen Seebads Brighton von einem hohen Kreidefelsen. Nur ein Jahr später nahm Nick Cave sein Album „Skeleton Tree“ auf, es spiegelt seinen Umgang mit dem Tod und die besinnungslose  Trauer                                                                 ...
  WDR 3, 28. und 29. 10. 2020   DIE KATZE DES RABBINERS nach der Graphic Novel von Joann Sfar Hörspiel in zwei Teilen. Bearbeitung und Regie: Sophie Garke. Eine vielstimmige und mehrsprachige Bevölkerung lebt im Algier der 1920er Jahre. Doch nach einer nach menschlichen Maßstäben wenig moralischen Tat kommt noch eine erstaunliche Stimme hinzu: die Katze des Rabbiners Sfar kann plötzlich sprechen. "Wenn Katzen reden könnten, Papa, sie würden unglaubliche Sachen erzählen, meinst du nicht auch?!“ sagt Zlabya, Tochter des Rabbi und eh sie sich versehen, frisst der Kater den geschwätzigen Hauspapagei und kann plötzlich selbst sprechen! Zum Entsetzen des Rabbi ist das Erste, was er mit seiner neuen Fähigkeit anzufangen weiß, zu lügen.  Das ist zu viel! „Ein guter Jude lügt nicht!“... und ist auch kein guter Umgang für die vom Kater innig geliebte Zlabya! Bevor die beiden wieder miteinander sprechen dürfen, soll der Kater die Grundlagen der mosaischen Gebote verinnerlichen....
Deutschlandfunk, 02. 08. 2020   ANCIENT TO THE FUTURE - die junge Musik der Alten Ein Feature von Olaf Karnik und Volker Zander. Regie: Sophie Garke. 70, 80, 90 – Die Musik von Künstlerinnen und Künstlern im fortgeschrittenen Alter ist gefragt. Festivals und Konzertreihen, Labels und Clubs setzen schon seit geraumer Zeit auf Veteranen und Pionierinnen ihrer Genres, wie Jazz, Neue Musik, Pop und Rock.    Musiker wie zum Beispiel der Posaunist Peter Zummo, der Saxofonist Marshall Allen von SunRa Arkestra und der Geräuschimprovisator David Toop sprechen über Vorurteile und Komplimente, Krankheiten und Genesung, Drogen und Nüchternheit, Zwänge und Hoffnungen. Ein Feature von Olaf Karnik und Volker Zander Regie: Sophie Garke   Es sprachen: Axel Gottschick, Wolfgang Rüter, Martin Bross und Lisa Bihl Ton und Technik: Gunther Rose und Oliver Dannert   Redaktion: Klaus Pilger Produktion: Deutschlandfunk 2020 Link zur Sendung: Ancient to the future - die junge Musi...
Deutschlandfunk, 27. 12. 2019   JAHRGANG 1929 - wir hören uns gestern Ein 50-minütiger Radiobeitrag: Christa Wolf, Erika Beyer und Hans-Jochen Müller sind am selben Tag geboren: am 18. März 1929. Sie sind einander nie begegnet und befinden sich doch in einem Raum: dem Erfahrungsraum einer Generation, die das Nachkriegsdeutschland geprägt hat. Ihre Enkelinnen treffen sich per Skype zum Gespräch.    Oben: Erika Beyer mit Familie. Mitte: Hans-Jochen Müller mit Enkelin Luca. Rechts: Christa Wolf und ihre Eltern (Deutschlandradio / Sophie Garke) Christa Wolf starb im Jahr 2011. Meine Oma, Erika Beyer und Hans-Jochen Müller haben 2019 ihren 90. Geburtstag bei guter Gesundheit gefeiert. An einem fiktionalen Ort kommen sie in diesem Stück zusammen: Die Tote und die Lebendigen, die DDR-Sozialisierten und der Hesse.  Wir hören sie von ihrer Jugend zur Hitler- ...