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Deutschlandfunk, 27.02.2022

 

REMBETIKO - auf der Suche nach dem griechischen Blues


Von Manuel Gogos.

Melancholisch und ausdrucksstark, das ist Rembetiko. Und damit steht er neben anderen Weltmusiken wie dem argentinischen Tango oder dem portugiesischen Fado. Seine Blüte hatte der griechische Musikstil in den 1930er Jahren. In welchen Formen hat er überlebt?
 
Rembetiko ist die Musik des griechischen Undergrounds. In den Hafenvierteln besangen Flüchtlinge aus Kleinasien ihr Fremdsein, in der Halbwelt aus haschischrauchenden Sängern und pomadisierten Zuhältern bildete er eine ganz eigene Subkultur.
Heute kennt jedes Kind in Griechenland die Lieder jener rebellischen Außenseiter. Viele Bands arbeiten mit Remixes der alten Legenden, ständig geht die Musik neue Verbindungen ein. Auch unter griechischen Migranten ist die Musik der Kleinasien-Flüchtlinge sehr populär.
Die Band „Prosechós“ spielte schon vor vierzig Jahren im Frankfurter Bahnhofsviertel zwischen Pelzhändlern, Straßendealern und Bordellen den griechischen Blues. Auch der deutsche Musiker DJ Shantel, der osteuropäische Tanzmusik modern interpretiert, begann hier seine Karriere. Der Autor, selbst griechischer Herkunft, begibt sich auf eine musikalische Spurensuche.

 

Foto: Autor unbekannt / Quelle: http://www.musicportal.gr/images/musicportal/rebetiko_music/

Regie: Sophie Garke
Es sprachen: Laura Sundermann, Thomas Balou Martin und Tom Jacobs
Ton und Technik: Gunther Rose und Thomas Widdig

Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Deutschlandfunk 2022

 

Link zur Sendung:

REMBETIKO - auf der Suche nach dem griechischen Blues


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